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Gospelchor CrossSing feiert 20-jähriges Bestehen

Vor 20 Jahren hatte Birgit Ott nicht erwartet, dass sich so viele Sänger für die Gründung eines Gospelchors interessieren würden. Doch sie wurde überrascht: Über 80 Leute kamen und wollten mitmachen. Heute steht der CrossSing für anspruchsvolle Gospel- und Popmusik.

Als Birgit Ott 1999 gemeinsam mit der Kreuzkirche eine Anzeige im Göttinger Tageblatt aufgab, hätte sie nie mit so viel Resonanz gerechnet: Über 80 Personen waren gekommen, weil sie sich für die Gründung eines Gospelchors interessierten. In diesem Jahr kann CrossSing sein 20-jähriges Bestehen feiern.

„Ich hatte schon immer Lust auf Gospelmusik“, erzählt Ott. Die studierte Kirchenmusikerin und Lehrerin war unter anderem bei einem Studienaufenthalt im amerikanischen St. Louis mit Gospel in Berührung gekommen. Als sie sich auf die Stelle als Kirchenmusikerin bei der Kreuzkirche bewarb, wollte die Gemeinde gerne einen eigenen Chor auf die Beine stellen. Doch: „Mir war klar, mit einem Kantoreichor würde das nicht klappen.“ Die zumeist älteren Sänger seien schon in anderen klassischen Chören aktiv gewesen, weshalb die Idee des Gospelchors entstanden sei. „Ich habe mir davon gar nicht so viel versprochen“, erzählt Ott. Doch sie wurde überrascht.

Umfangreiches Repertoire erarbeitet

20 Jahre ist das jetzt her und aus dem Chor, der in den Anfangstagen noch unter dem Motto „Jeder kann singen“ stand, ist mittlerweile ein anspruchsvolles Ensemble von über 50 Sängern geworden. Einmal wöchentlich und zu besonderen Probenwochenenden kommen sie zusammen. Mehr als 30 Prozent Fehlzeit ist nicht erlaubt. Und um das erreichte Niveau zu halten, werden Anwärter mittlerweile gebeten, vorzusingen. Gerade im vergangenen Jahr habe der Chor noch mal einen enormen Schub gehabt, was die Professionalität angeht, sagt Ott. Neben einer einheitlichen Kleidung wird viel Wert auf Choreografie und das Auswendiglernen der Texte gelegt.

Diese Regeln, die nicht immer auf Zustimmung träfen, sollen unter anderem dafür Sorge tragen, dass das umfangreiche Repertoire, das sich der Chor erarbeitet hat, nicht verloren geht. Es umfasst etwa 300 Lieder. In den vergangenen Jahren sind zunehmend Pop-Songs dazugekommen. Aktuell seien gerade die Lieder von Queen der Renner.

Freude an Bewegung, Ausdruck und Tanz

Wichtig bei Gospelmusik sei, dass die Sänger Lust haben, sich zu bewegen, erklärt Ott, denn das körperliche, das Singen und Tanzen, spiele dabei eine zentrale Rolle. Im Vergleich zu klassischer Chormusik sei Gospel „einfach freier“, sagt Ott. Sie „berührt das Herz“ auf ganz besondere Weise, ergänzt Sängerin Cathrin Fiege. Thematisch gehe es bei dieser „inspirational music“ viel um Liebe und Gemeinschaft, so Ott. Manchmal komme der Chor dann in einen gemeinsamen Flow. „Wenn man diesen Punkt erreicht hat – das schafft man nicht immer – dann ist das schon ein sehr tolles Gefühl.“

Wenn es darum geht, neue Stücke zu finden und einzustudieren, blickt die Chorleiterin neben den USA gerne auch mal nach Skandinavien. „Die Schweden und Dänen sind sehr stark in moderner Gospelmusik.“ Außer zu kirchlichen Anlässen tritt CrossSing auch bei privaten Feiern wie Hochzeiten und Geburtstagen auf. Etwa 15 bis 20 Konzerte pro Jahr kommen so zusammen. Über zu wenig Nachwuchs kann sich der Chor nicht beschweren, über einen Mangel an Männern schon. Fluktuation gebe es zwar, aber einige der Sänger sind bereits seit der ersten Probe dabei. Nicht zuletzt deshalb seien die Gemeinschaft und der Zusammenhalt im Chor stark.

Und in Zukunft? „Wir würden sehr mal in der Lokhalle singen“, sagen Ott und Fiege mit einem breiten Lachen.

Von Nora Garben, aus: Göttinger Tageblatt, Ausgabe vom 5. April 2019 (zum Originalartikel)

Zum Konzert vom 24. März 2019

"... ich bin noch ganz „umhüllt“ von eurem großartigen Auftritt und Gesang. Eure Bühnenpräsents war beeindruckend und mitreißend. Ihr ward so, wie früher Stephans Soulchor auftrat. Es war präzise, rhythmisch gut, die Musik passte toll dazu (richtige Lautstärke), große Präsenz und Leichtigkeit und Freude strahltet ihr aus. Diese Rückmeldung möchte ich euch geben.

Ich vermute, dass auch andere Zuhörer das so erlebten.

Viele liebe Grüße, Jutta"